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Tipps und Tricks zur Lexikon-App von macOS

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Apples Lexikon-Programm lässt sich seit OS X 10.5 Leopard mit Hilfe des Dictionary Development Kit (Download über Additional Tools for Xcode) mit Plug-ins um eigene Wörterbücher erweitern. Erst durch dieses DDK ist das auch für weniger erfahrene Programmierer möglich. Wie es ganz ohne Programmiererfahrung funktioniert, habe ich im Magazin Mac & i in Ausgabe 6/2014 auf Seite 110 (kostenpflichtiger Artikel) gezeigt.

Bei der Bedienung des Lexikons hat Apple über die Jahre so einiges verbessert, worauf ich hier eingehen möchte.

#Viele Wege führen zum Ziel

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wörter und Begriffe in den installierten Wörterbüchern nachzuschlagen.

#Im Lexikon-Programm nachschlagen

Startet man das Lexikon-Programm über den Finder oder Spotlight, erscheint ein Fenster mit einem Eingabefeld oben rechts. Während der Eingabe des Suchbegriffs wird dieser ohne Verzögerung in den ausgewählten Wörterbüchern gesucht.

Screenshot: Lexikon-App
Das Lexikon hat eine rasend schnelle Live-Suche.

#Mit dem Kontextmenü nachschlagen

In vielen Programmen bietet das Kontextmenü (rechte Maustaste) die Möglichkeit einen markierten Text direkt im Lexikon nachzuschlagen.

Screenshot: Kontextmenü
Das Kontextmenü bietet häufig einen Nachschlagen-Befehl.

#Nachschlagen-Fenster von macOS nutzen

Besonders komfortabel ist der systemweite Tastaturkurzbefehl ⌃⌘D (Ctrl+Cmd+D). Dieser zeigt einen Lexikon-Eintrag zu dem Wort, welches sich unterhalb des Mauszeigers befindet. Befindet sich unter dem Cursor eine Textauswahl, wird diese verwendet, praktisch, um Wortkombinationen und stehende Begriffe nachzuschlagen.

MacBook-Nutzer können zudem je nach Konfiguration mit drei Fingern auf das Trackpad tippen (Bei Lion war es ein Doppeltipp) oder einen kräftigen Klick ausführen. Gegebenenfalls muss man diese Geste in den Trackpad-Einstellungen noch aktivieren.

Hinweis: Leider funktioniert das Nachschlagen-Fenster nicht mit Firefox, da Firefox keine native Mac-Anwendung ist, siehe dazu auch das FAQ.

Das Nachschlagen-Fenster durchsucht keine Online-Wörterbücher wie Wikipedia.

Screenshot: Nachschlagen-Fenster von macOS
Praktisch und systemweit verfügbar: Das Nachschlagen-Fenster.

#Mit Dashboard-Widget recherchieren

Auf älteren Version von macOS lieferte Apple gleich das Dashboard-Widget namens Dictionary mit, um darüber schnell Begriffe nachzuschlagen. Mit diesem hat man Zugriff auf alle lokal installierten Wörterbücher, wobei aber nicht alle gleichzeitig durchsucht werden können. Eine weitere Einschränkung ist, dass man keine Online-Wörterbücher wie Wikipedia durchsuchen kann.

#Lexikon via Dienst und Tastaturkürzel öffnen

In nahezu allen Cocoa-Programmen gibt es zudem noch die Möglichkeit, markierten Text mit dem Dienst „Im Lexikon nachschlagen“im Lexikon-Programm nachzuschlagen (Untermenü Dienste im Programm-Menü). Das Lexikon-Programm wird dann bei Bedarf auch gestartet. Nützlich ist das z. B. für Programme, welche „Suche nach ...“ nicht im Kontextmenü anbieten. Über die Systemeinstellung „Tastatur“ kann man diesem Dienst ein Kurzbefehl zuweisen.

Screenshot: Systemeinstellung mit Dienstekonfiguration
Das Lexikon lässt sich mit einem benutzerdefinierten Tastaturkürzel aufrufen.

#Wörterbücher mit Spotlight durchsuchen

Und wie nicht anders von Apple zu erwarten kann man selbst direkt mit Spotlight die installierten Wörterbücher durchsuchen. Vor Yosemite galt hier die Beschränkung, dass keine Online-Wörterbücher wie Wikipedia durchsucht werden können.

💡Tipp: Diese Funktion lässt sich mit einem Terminal-Befehl deaktivieren:

 defaults write com.apple.spotlight DictionaryLookupEnabled -bool NO
Screenshot: Spotlight-Suche
Spotlight durchsucht auch die lokalen Lexika.

In Safari und auf Websites ist es zudem möglich, direkt Links zum Lexikon zu setzen. Dazu muss eine URL mit dict:// beginnen. Man kann in Safari aber auch direkt solche URLs eingeben, zum Beispiel: dict://Thesaurus.

Hier einige Beispiellinks: Thesaurus, Pferd, Apple

#Wörter per Drag & Drop nachschlagen

Mac-typisch kann man natürlich auch Wörter per Drag & Drop auf das Lexikon-Symbol im Dock ziehen.

Screenshot: Dock-Icon
Das Dock-Icon des Lexikons nimmt auch Textschnipsel entgegen.

#Die Feinheiten der Lexikon-App

Apple liefert macOS mit vielen weiteren Wörterbücher aus, etwa für Japanisch und seit OS X 10.11 auch Deutsch-Englisch. Die meisten sind standardmäßig deaktiviert. Erst wenn sie aktiviert sind, können Sie diese durchsuchen.

Über die Einstellungen von Lexikon lassen sich die Wörterbücher aktivieren und sogar mit der Maus umsortieren.

Screenshot: Einstellungenen der Lexikon-App
In den Einstellungen bestimmt man, welche der vielen installierten Wörterbücher man benötigt.

#Wörterbuch-Plug-ins konfigurieren

Interessant ist auch die Möglichkeit für einzelne Wörterbücher Feineinstellungen vorzunehmen. Bei dem Wikipedia-Wörterbuch kann man darüber festlegen, welche Sprachversionen der Wikipedia (gleichzeitig) durchsucht werden sollen.

In älteren Version von macOS konnte man im New Oxford American Dictionary festlegen, ob die Lautschrift in britischer oder amerikanischer Aussprache angezeigt wird. Diese Option fehlt mittlerweile.

Screenshot: Wörterbuch-Einstellungen
Einige Wörterbücher kann man konfigurieren.

#Verknüpfte Begriffe anklicken

Leicht zu übersehen ist auch, dass nahezu alle Wörter eines Textes mit passenden Wörtern im Lexikon verlinkt sind. Das fällt einem erst auf, wenn man mal mit der Maus über einem Wort stehen bleibt.

Screenshot: Begriffseite mit verlinktem Wort
Viele Begriffe eines Lexikons sind untereinander verlinkt.

#Klappentext einblenden

Einige Wörterbücher bieten eine Art Klappentext an, also weiterführende Informationen zum Wörterbuch oder Anhänge. Um dort hin zu gelangen, muss man zu erst das gewünschte Wörterbuch aktivieren und dann im Gehe-zu-Menü „Vorderer/hinterer Teil“ auswählen. Besonders das New Oxford American Dictionary bietet hier noch eine Menge weiterführender Informationen, welche sich über die Suche nicht erreichbar sind, wie z. B. ausführliche Texte zur Grammatik.

Screenshot: Spezialseite „Vorderer/hinterer Teil“
Der Klappentext eines Wörterbuchs verrät weitere Details.

#Wörterbücher umbenennen

Bei einer großen Anzahl von installierten Wörterbüchern wird schnell der Platz in der Auswahl-Leiste knapp. Mit einem Rechtsklick oder Ctrl-Klick auf die entsprechenden Schaltflächen kann man diese deshalb auch umbenennen. BeoLingus Deutsch-Englisch könnte man also in DE-EN umbenennen oder Emoji-Symbole verwenden.

Bis Lion musste man bei Sonderzeichen vorsichtig sein. Verwendet man beispielsweise das Kleiner-als-Zeichen (<), funktionieren die Wörterbücher nicht mehr.

Screenshot: Umbenennen-Dialog
Wörterbücher lassen sich nach Belieben umbenennen.